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Eine GmbH für einen Euro

 

Viele Deutsche, egal ob Handwerker, Kaufleute oder auch mit Studienabschluß die sich selbständig machen wollten, sind an dem alten GmbH-Recht gescheitert. Dies konnte viele Gründe haben, aber meist reichte das dafür geforderte Kapital nicht aus. Die Eigenkapitaldecke war oftmals zu dünn.

Wer in die Selbständigkeit gehen wollte, ist deshalb oftmals auf die englische Gesellschaftsform die Limited (Ltd) ausgewichen.

Die Gründung von Ein-Personen-GmbHs wird nun vom Gesetzgeber deutlich vereinfacht und auf Sicherheitsleistungen wird gänzlich verzichtet (§ 7 Abs. 2 Satz 3, § 19 Abs. 4 GmbHG)

Es wird die Gründung von sogenannten "Mini-GmbH`s" möglich sein. Es ist keinerlei Startkapital notwendig.

Vom jährlichen Gewinn müssen dann ein Viertel in die Aufstockung des Eigenkapitals gesteckt werden. Wird dann die Grenze von 10.000 Euro erreicht, kann die Umwandlung in eine "normale GmbH" erfolgen. Die Betonung liegt hierbei auf "kann", denn es wird hierfür keine Verpflichtung geben.

Diese Mini-GmbH`s unterliegen aber strengen Transparenzregeln, denn Gläubiger dürfen hierbei nicht zu Schaden kommen.

Weiterhin wird das Genehmigungsverfahren vereinfacht und es wird auch eine Mustersatzung geben, alternativ zum Gesellschaftervertrag, die man verwenden kann. Ein Notar muß die Gründung dann nur noch beurkunden.

Das neu überarbeitete Gesetz soll noch in 2008 in Kraft treten.

Die Gründung einer GmbH soll also künftig deutlich billiger und mit wesentlich weniger Bürokratie vonstatten gehen.